Die Stadt Ennepetal liegt in der Nähe von Wuppertal in Nordrhein-Westfalen und gehört zum Ennepe-Ruhr-Kreis, der Sitz der Kreisverwaltung ist Schwelm. Ennepetal hat günstige Verkehrsverbindungen: Nahe an der Stadt vorbei verläuft die A 1. Man gelangt am besten über die Ausfahrten "Wuppertal-Ost" oder "Gevelsberg" nach Ennepetal.

Die Industrie hat hier eine lange Tradition: Früher wurde Eisenerz gewonnen, es gab Eisengießereien, Mühlen und Hammerwerke. Heute haben sich andere Betriebe in Ennepetal etabliert, vor allem Automobilzulieferer. Zeugnisse der frühen Industrialisierung der Region findet man auf dem Ennepetaler "Museumsweg", einem Wanderweg von Milspe nach Vörde. An diesem Weg kann man beispielsweise alte Mühlen mit Wasserrädern, historische Schmieden und Geräte zur Eisenbearbeitung sehen. Ennepetal bietet eine Menge Freizeiteinrichtungen und Sehenswürdigkeiten für Einwohner und Gäste. Im Kongresszentrum "Haus Ennepetal" ist Raum für Tagungen, musikalische und andere Veranstaltungen. Die Schwimmbad-Anlage mit dem originellen Namen "Platsch" verfügt über Hallenbad, Freischwimmbad, Sauna. Eine besondere Attraktion ist die 90 m lange Rutschbahn. Im Hülsenbecker Tal, einem Naturschutzgebiet mit Tiergehegen und kleinen Seen, kann man Wasservögel, Ziegen und andere Tiere beobachten und schöne Wanderungen unternehmen.

Auf der Markung von Ennepetal befindet sich eine der größten begehbaren Höhlen Deutschlands, die Kluterthöhle. In der vor 370 Millionen Jahren entstandenen Höhle, deren Gänge insgesamt über fünf Kilometer lang sind, gibt es unterirdische Bäche und Seen. Die Besucher können hier Fossilien bewundern und mit etwas Glück auch lebendige Fledermäuse sehen. Mit dem Kosenamen "Teckel" bezeichnen die Bewohner von Ennepetal und Umgebung ihre alte Museumseisenbahn. Offiziell heißt sie "Ennepetal-Bahn". Der historische, leuchtend rote Schienenbus verkehrt zwischen Hagen-Hauptbahnhof und Ennepetal, manche Fahrten führen auch weiter bis zur Kluterthöhle. Wer die Stadt Ennepetal besucht, sollte nicht versäumen, die Ennepetalsperre zu besichtigen. Dieses eindrucksvolle Bauwerk, errichtet schon um 1904, dient dazu, das Flüsschen Ennepe aufzustauen. Mit der Energie aus dem Stausee hat man früher die Fabriken der Umgebung betrieben.